Die Hollerstaudn -

Göttin zwischen Leben und Tod

 

In ihr ist Heilkraft und Gift zugleich.
Schwarz wie die Nacht sind ihre Beeren.
Cremeweiß ihre Blüten, die Anfang des Sommers blühen.
Der Hollenmutter gehört sie und ist das Tor in das unterirdische Reich.

Mein Opa zog vor jedem Hollerbusch seinen Hut.
Nie im Leben wäre ihm in den Sinn gekommen, einen Holunderzweig abzubrechen oder gar den Strauch auszugraben.
Der Holunder war eine heilige Staudn, der sehr geachtet und geschätzt wurde. Jeder Bauernhof hatte einfach seinen Hollunderbusch.
Heutzutage vermisse ich die üppig weißblühenden Boten des Holder bei den Häusern. Derweilen sind die Beeren im Winter ein nahrhaftes Futter für die vielen Tieren am Boden und am Himmel.
Zu meines Großvaters Zeiten wurden die Zeichen am Holler noch gedeutet und ernst genommen. Verdorrte die Hollerstaudn in einem Garten, so grüßt der Tod ein Familienmitglied aus der Jenseitswelt und man gedachte den Menschen in dem Haus.
Die später am verdorrten Holunderstamm darauf wachsenden Hollerschwammerl enthalten jedoch wundersame Heilkräfte und die Alten wussten um dieses hochwirksame Elixier.

Die Holundergöttin ist umseelt und sie offenbart sich nur Menschen, für denen der richtige Zeitpunkt gekommen ist bereit dafür zu sein, ihr Flüstern zu hören.

Hör nur, was die Hollergöttin spricht:


"Nimm von meinen Beeren und koch sie fein,
über hundert Jahre sollst Du werden ohne Schmerz und Pein.
Doch lass mein Laub mir stehn, sonst wird`s dir schlecht ergehen.
Meine Blüten und meine Rinden, helfen dir mit Tee
die Kälte zu überwinden und mancher Krankheit zu entschwinden.
Deine Sorgen lasse hier bei mir,
bohr ein Löchlein in meinem Stamm und sag mir was ich tun für dich kann. Verstopf es gut und geh von dannen, du musst nun nicht mehr, um dein G`sundsein bangen.
Menschlein hör gut zu! Achte was Du Dir wünschst unter meinem Schirm, denn des Hollenmutter Ahn hat noch keinem gut getan.
Schneid nicht meine Äste,
knicke nicht meinem Stamm,
denn das tust du dir selber an.
Nun geh,
und danke Gott aus ganzem Herzen."

 

Die Hollerstaudn - - Göttin zwischen Leben und Tod
Sabine Krump

 

Dem bekannten Märchen- und Geschichtenerzähler, sowie ausgebildeten LFI-Kräuterpädagogen Helmut Hehenberger durfte ich hilfreich bei der Zubereitung der überaus heilkräftigenden "Hollersoissn" zur Hand gehen.
Als wir fein säuberlich die schwarzen Beeren von den Stielen trennten,kamen ihm folgende Gedanken in den Kopf, die ich mit seinem Einverständnis an Euch weitergeben darf:


Der Holunderstrauch

Da überlebt den kalten, strengen Winter ein kleiner unscheinbarer Strauch. Oft nicht mal ein armdicker Stamm mit ein paar kahlen Zweigen. Ihm ist nicht anzusehen, dass Leben in ihm steckt.
Plötzlich kommen ein paar Sonnenstrahlen,
wärmen die Äste,
wärmen den Stamm,
wärmen die Luft in seiner Umgebung.

Und die kleinen, schlafenden Knospen an den Zweigen erwachen zum Leben. Langsam, ganz langsam durchstoßen ein paar winzige Blättchen die schützende Hülle. Sie werden von Tag zu Tag immer mehr und immer größer. Und jedes einzelne Blättchen fängt die Wärme und das Licht der Sonne ein und gibt es seinem Ast an dem es zu wachsen begann weiter, damit dieser es bis zu den Wurzeln transportieren kann. Und von den Wurzeln kommt das nötige Wasser, die wichtigen Mineralstoffe, dass die Blättchen zu großen Blättern heranwachsen können.
Hier findet ein steter Austausch statt. Dies wiederum nutzt der gesamte Strauch, um mit Wärme und Licht die vorhandenen Nährstoffe in Zucker, in Sauerstoff, in Blattgrün zu verwandeln. Assimilation - Vorgänge, die sonst nur in einem Chemielabor stattfinden.

Zu dieser Zeit ist noch nirgends der Hauch einer Blüte oder gar einer Frucht zu sehen. Trotzdem schieben sich nach einiger Zeit die ersten Blütenknospen, wie aus dem Nichts kommend, an kurzen Stängeln empor. Systematisch angeordnet wie eh und je, ohne jemals einen Plan gelesen zu haben. Ein Plan, eine Anleitung wie die Blüten zu wachsen haben.
Die Blüten werden größer, Griffel und Staubgefäße bilden sich. Sie sind bereit für die Insekten und den Wind, zur Bestäubung.

Langsam fallen nun die Blütenblätter ab.
Einzeln nach und nach von jeder Blüte, bis ein weißer Teppich den Boden unter dem Strauch bedeckt. Und dort wo die Blüte sich in ihrer gesamten Schönheit entfaltete, wächst nun eine kleine Frucht heran. Erst nur ein winzig kleines grünes Kügelchen, das ständig größer und größer wird, um sich schließlich von Grün in ein zartes Rot zu färben. Nicht lange mehr und aus dem Rot wird ein dunkles Violett.
Fast schon schwarz.

Das einst grüne harte Kügelchen ist nun zu einer kleinen, saftig weichen Beere herangewachsen. Mit drei winzigen kleinen, steinharten Kernen in der schützenden Hülle eingebettet.
Diese Kerne aber haben es in sich.
In jedem einzelnen von ihnen steckt bereits die gesamte Information für eine zukünftigen Strauch. Wie er wachsen wird. Wie sein Stamm aussehen wird. Welche Blätter, welche Blüten er bekommen wird.
Auch die chemische Produktion ist bereits darin enthalten. Dass der Strauch Zucker produzieren wird, aber auch Blausäure und Sauerstoff.
Diese Beeren dienen den Vögeln und anderen Tieren als Nahrung. Dem Menschen schenken sie ihre heilenden Kräfte. Die restlichen wird der Strauch eines Tages fallen lassen wie seine Blätter.
Die Arbeit des Strauches ist für dieses Jahr getan. Er bereitet sich jetzt auf die kommende kalte Winterszeit vor um im nächsten Frühjahr, wenn die Sonne abermals ihre wärmenden Strahlen schickt, seine Knospen wieder vorsichtig zu öffnen.
Der Kreislauf des Lebens ist geschlossen.

An all dies musste ich heute denken als ich vor einer Schüssel mit reifen, saftigen Holunderbeeren saß, welche von mir zu einer köstlichen Marmelade verarbeitet wurden.

Helmut Hehenberger

 

Die Holunderstaudn - mehr als nur ein Hollerbusch
Sabine, Die Knopfmacherin
zwirnknoepfe.jimdo.com

Fotos: Helmut Hehenberger

"Die Menschen flüstern, sie ist eine Traumtänzerin, ein bunter Vogel, sie ist anders.

 

Ich lächle und sage,

ich bin ich!

 

Es ist wichtig im Leben, die Türe zu sich selbst zu öffnen. Sich zu finden und zu leben was man ist.

 

Denn nur das ist der Schlüssel

zu einem erfüllten Leben.

 

Manchmal muss man einen Spaziergang durch ein kaltes unfreundliches Regenwetter machen, um das Feuer der Wärme wohlwollend im Inneren seiner Selbst zu spüren.

 

 

 

Finde Dich und hab den Mut es auch zu leben.

 

Diese Kraft und unendliche Liebe Dich in Deinem ganzen wunderbaren wertvollen Sein anzunehmen, das wünsche ich Dir aus ganzem Herzen."

 

Sabine Krump,

Die Knopfmacherin

 

"Ich denke im Leben ist es wichtig, nicht nur passiv Zuschauer zu sein, sondern auch aktiv auf der Bühne zu spielen. Das Stück heißt Leben."

 

Sabine Krump

 

"Wenn das Herz erzählt, erzählt es mit Liebe, dann wird vieles lebendig."

Sabine Krump

Wunder sind allgegenwärtig!

"Weit oben, im Schein der hellen Sonne sehe ich meine bedeutungsvollen Bestrebungen und Vorhaben, die ich noch machen möchte. Auch, wenn ich sie nicht alle erreichen kann, so erfreue ich mich an ihrem Sein und fühle sie in der Wärme der Sonnenstrahlen. Ich kann mich im Licht erinnern und versuchen sie tagtäglich nahbarer zu machen."

 

Sabine Krump

 

Es gibt einen Ort in dir,
der liegt tief versteckt zwischen schlafen und wachen.
Es ist der Platz, wo die Träume geborgen und noch bei dir sind. Und dort ist es am Anfang immer dunkel, aber dann mit jedem Herzschlag erwächst das Leben heller strahlender in dir.
Was du dort findest?
Die Seele.
Denn deine Seele wird langsam geboren.
Sie wächst mit dir.

 

Sabine Krump

Der liebe Gott ruht in Fels und Stein,
er lacht durch die Blumen und Pflanzen,
er spricht durch die Tiere,
träumt in den warmen Sonnenstrahlen,
und erwacht in den Wellen des Wassers.
In den liebenden Herzen der Menschen offenbart er sich.

 

Sabine Krump

 

"Die Natur ist sich ihr eigener Gärtner und die Tiere passen sich der Natur an. Der Mensch hingegen muss gegen seine Natur kämpfen, damit uns die Natur erhalten bleibt. Wohl denn, wie kann der Mensch sich Gärtner der Natur nennen?"

 

 

Sabine Krump

Göttlichkeit, heißt nicht herrschen,
es bedeutet Liebe, Verständnis, Mitgefühl für alle Geschöpfe.

 

Sabine Krump

"An Altem und längst Vergangenem starr festhalten, das ist als ob Du in Captain Ahab`s Spuren wandelst und verzweifelt hinter
Moby Dick her jagst. Lass los!
Und liebe die Veränderung!"

  Sabine Krump

Wenn dich die Lüfte der Winde an einen Ort getragen haben, der dir nicht behagt, so entfalte deine Flügel und lass dich von den zarten Turbulenzen des Himmelsatems in neue Höhen tragen.

 

Sabine Krump